Verein Ja! zu Regina Montium

Die nachstehenden Informationen beschreiben die Ausrichtung des Vereins Ja! zu Regina Montium. Das Bildmaterial wurde dem Verein grosszügig u. a. von Doris Mühle, Andrea Pfalzgraf und Antoinette Schmid, Rigi Kaltbad, zur Verfügung gestellt. Die Webseite wurde zum letzten Mal am 7. Februar 2019 aktualisiert.

Entstehung

Der Verein “Ja! zu Regina Montium” ist aus der Petition “Nein! zu Rigi-Disney-World” entstanden und wurde von deren Initianten am 20. August 2018 in Vitznau gegründet. Der Verein setzt sich dafür ein, dass zur Rigi – der Königin der Berge – und ihren Natur- und Landschaftswerten besonders Sorge getragen wird. > PDF Medienmitteilung 22. August 2018

Die Petition “Nein! zu Rigi-Disney-World” wurde von 3106 Personen unterzeichnet. Als Folge der Petition erarbeiteten Interessenvertreter aus Vereinen und Hotellerie sowie der Verwaltungsrat der Rigi Bahnen AG und andere Organisationen die “Charta Rigi 2030”, die am 1. Januar 2019 in Kraft tritt. > PDF Medienmitteilung Charta-Verabschiedung 26. Juni 2018

Mit der “Charta Rigi 2030” engagieren sich die Unterzeichnenden für den Schutz des ökologischen Erbes der Rigi und verpflichten sich für eine nachhaltige Entwicklung, die auf Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft Rücksicht nimmt. > PDF Charta Rigi 2030

Neben einer klima- und energieschonenden Entwicklung, haben sich die Unterzeichnenden verpflichtet zu allen natürlichen Ressourcen der Rigi Sorge zu tragen. Die Unterzeichnenden haben sich auch dazu verpflichtet, die Bevölkerung und alle wichtigen Anspruchsgruppen im Rahmen von partizipativen Prozessen in Entscheidungen miteinzubeziehen.

Anliegen

Die Bewahrung des Kulturerbes, die Geschichte der Rigi, nachhaltige Raumplanung, Architektur, ökologische Werte, touristische Angebote, kleinregionale Eigenheiten, die Einheimischen wie Gästen ein Gefühl von Identität und Kontinuität vermitteln, gehören ebenso zu den Anliegen des Vereins wie der Dialog mit der Öffentlichkeit über die Gestaltung des Lebensraums Rigi sowie seine sozial verträgliche, ökonomisch nachhaltige und umweltschonende Bewirtschaftung.

Für den international bekannten Alpenforscher Werner Bätzing (geb. 1949) ist es elementar, dass insbesondere neue Architekturprojekte von vornherein multifunktional konzipiert werden, indem sie so gesehen werden, dass sie eine Region zugleich wirtschaftlich als auch kulturell aufwerten und ökologisch bereichern z.B. “durch Sichtbarmachung von Respekt und Ehrfurcht vor einer Natur, die der Mensch technisch nie vollständig beherrschen kann”. Nur so könne die Architektur einen wirklichen Bezug zur Region herstellen, schreibt Bätzing im Essay > PDF Die Bedeutung der zeitgenössischen Architektur für die Regionen und die Regionalentwicklung im Alpenraum  (ArchAlp – Internationale Zeitschrift für Alpine Architektur und Landschaft, Turin, Nr. 1/2018).

 

The-Blue-Rigi-2
Der englische Maler Joseph Mallord William Turner (1775 – 1851) hat die Zentralschweiz mehrmals bereist. Unterwegs mit Kutsche oder Ruderboot füllte er ein Skizzenbuch nach dem anderen mit Variationen der Berg- und Seeszenerien. Zu seinen Lieblingsmotiven gehörte die Rigi (Bild oben) – in immer wieder wechselnden Wetter- und Lichtverhältnissen (Text aus: “Lake Lucerne & the Gotthard”, Imaginary Wanderings Press, 2016).